Politisches Gedächtnisproblem: CDU beklagt Krach-Urlaub, den sie selbst lobte

Es ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten: Plötzlich bereut die CDU, dem unbezahlten Urlaub von Noch-Regionspräsident Steffen Krach zugestimmt zu haben – und fühlt sich nun „bewusst in die Irre geführt“.

AfD Presse

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Im Dezember, als dieses Thema in der Regionsversammlung behandelt wurde, klang das noch ganz anders: CDU-Chef Schlossarek lobte Krach überschwänglich und versicherte, er werde seine Arbeit bis zum Beginn des Urlaubs selbstverständlich zuverlässig weiterführen. Er ließ keinen Platz für Kritik, stattdessen lobte er eigentlich zu kritisierende Hinterzimmergespräche.

Heute will davon niemand mehr etwas wissen. Im Gegensatz zur Gruppe CDU/FDP war die AfD-Fraktion damals nicht zu dem Gespräch der Liebsamen eingeladen – und erkannte das Problem trotzdem. So kritisierte unser Fraktionsvorsitzender Rene Kühn das Handeln Krachs stark – es blieb die einzige Kritikrede der relevanten Fraktionen.

Zum plötzlichen Sinneswandel der CDU erklärt Kühn: „Auch die CDU hat offenbar bemerkt, dass der Wahlkampf vor der Tür steht. Im Dezember lobten sie noch, dass Krach gute Gespräche führte und alle offenen Fragen zur vollen Zufriedenheit beantwortet hätte. Nun fühlen sie sich plötzlich in die Irre geführt. Das ist eine Farce.“ Auch die AfD bot damals Gespräche an, um gegen die Beurlaubung Krachs zu stimmen – Antworten blieben damals aus.

„Die Gruppe CDU/FDP besteht aus erwachsenen, politisch erfahrenen Menschen. Da sollte man eigentlich erwarten, dass sie ihre Entscheidungen wohl überlegt, anstatt sie hinterher zu bereuen und eine Neubehandlung fordert. Abgestimmt ist abgestimmt, sowas kann man nicht nach belieben ändern.“ Fügt Kühn hinzu.

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